Aldeias Históricas de Portugal

Villages

Almeida

In Folge der Restauration (1641), und angesichts der Notwendigkeit, veraltete mittelalterliche Gebäude zu modernisieren, hat sich Almeida der Konstruktion einer modernisierten Kriegsmaschine gewidmet, welche die Anpassung an die neuen Schusswaffen (Artillerie) und das Verschließen der Grenzen ermöglichte. Die hexagonal geformte Festungsstadt besteht aus sechs Bollwerken, mit entsprechend gleicher Nummer an Ravelins.

History

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\Der Ursprung von Almeida geht auf die Migration der Einwohner einer lusitanischen Wallburg zurück, zu Norden des Ortes Enxido de Sarça, mit Besetzung von den Römern im Jahre 61 v. Chr. und später von den Barbaren. Anspielend auf die Lage auf einer Hochebene, haben die Araber Almeida als Al-Mêda (der Tisch), Talmeyda und Almeydan bezeichnet und eine kleine Burg errichtet (7. - 9. Jahrhundert).
Zurzeit der „Reconquista“ (Rückeroberung) haben die Christen Almeida in 1190 definitiv erobert, die Ortschaft wurde dennoch stark bestritten bis Almeida letztendlich in 1297 durch den „Vertrag von Alcañices“ an Portugal fiel.
Almeida erhielt den ersten Freibrief durch König Dionysius (1296), welcher die Burg wieder aufbaute, und einen neuen Freibrief durch König Manuel (1510). Nahe der rechteckigen Burg mit vier runden Türmen, wuchs der mittelalterliche, von Mauern abgegrenzte, Ortskern, dessen Spuren noch am Tor „Porta do Sol“ (Sonnentor) zu erkennen sind. Die Straße „Rua dos Combatentes“ folgt diesem Grundriss, der die alte Siedlung definiert. In der Burg befand sich die ursprüngliche Pfarrkirche.
Die Explosion des Ravelins „Revelim do Paiol“, in 1810, im Rahmen der französischen Invasionen, hat einen Großteil der Ortschaft zerstört. Deshalb wurde diese Pfarrkirche in das Kloster „Convento de Nossa Senhora do Loreto“ verlegt (das ein barockes Tor aufweist) und umbenannt in „Nossa Senhora das Candeias“, dessen Prozession jährlich am 2. Februar stattfindet. Der Volksglaube ist auch im Kreuzweg gekennzeichnet.
Die Bedeutsamkeit dieser Verteidigungsfestung führte zum städtischen und institutionellen Wachstum. Bemerkenswert sind die Gebäude der einstmaligen Artillerie-Kaserne, das Generalfinanzpachtamt, das Gericht, sowie die Kirche und das Krankenhaus „Hospital da Misericórida“, Beispiele der Architektur des 17. Jahrhunderts.
Die Eigenschaft als Festungsanlage hat ebenfalls die Stadtplanung an sich beeinflusst, mit Vierteln zur Unterbringung von Soldaten, wie es der Fall des ehemaligen „Quartel de Cavalaria“ (Kavalleriekaserne) war. Hervorzuheben ist die Truppenkaserne „Quartel das Esquadras“, errichtet in 1762/69 (vor der die Militärparade stattfand, heute eine Grünanlage) und die berühmte Einrichtung „Casa da Roda“, ein von Pina Manique in 1783 gegründetes Kinderheim, zur Aufnahme verlassener Kinder. An der damaligen Stelle des Rads ist in diesen Tagen ein Fenster zu finden.
Die Festungsanlage von Almeida“ (17./ 18. Jahrhundert), perfektes Exemplar der militärischen Barock-Architektur, ist eine mit Bollwerken versehene, sternförmig strukturierte, sechseckige Festung, ganz im Sinne des französischen Architekten Antoine Deville. Der Eingang befindet sich an den in Tunnelgewölbe mündenden Doppeltoren. Versehen ist diese mit sechs Bollwerken, mit den jeweiligen Kasematten (Stollen wo sich die Bevölkerung im Gefahrenfall zurückgezogen hat und welche ebenfalls als Gefängnisse der „Miguelistas“ dienten) und Ravelins, mit Graben einer durchschnittlichen Tiefe von 12 m, wo auch ein Feldkrankenhaus errichtet wurde und sich das Militärmuseum (Museu Militar) befindet.
Im Siebenjährigen Krieg (1756-1763) wurde Almeida erneut von den Spaniern erobert und ist in 1763 wieder unter portugiesische Herrschaft gefallen.
Im Miguelistenkrieg, von 1829 bis 1832, fiel die Unterstützung auf König Michaels Seite, welcher sich dennoch nach den schweren Bruderkämpfen ergeben musste. Während dieser Kämpfe wurden die, in 1853 neu erbauten, Mauern nochmals zerstört. In 1927 verließ die letzte Kavallerietruppe Almeida und seither fanden hier keine weiteren militärischen Aktivitäten mehr statt, welche jahrhundertelang Almeidas hauptsächliche Existenzgrundlage darstellten.

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